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Noch vor weniger als einem Jahr packten neuseeländische Supermärkte standardmäßig Einkäufe in weiche Plastikbeutel, welche oft nach einmaliger Verwendung im Müll landeten. Da es für diese Sorte Plastik in Neuseeland keine Recyclinganlagen gibt und China letztes Jahr aufhörte, Kunststoffe aus anderen Ländern anzunehmen, haben mittlerweile alle großen Supermarktketten die Tüten aus ihren Filialen verbannt. Auch andere überflüssige Plastikverpackungen werden mehr und mehr reduziert, beispielsweise für frisches Obst und Gemüse. Stattdessen können Kunden langlebigere Taschen erwerben, welche meist aus Baumwolle oder Polypropylen bestehen. Māori Weberinnen haben ebenfalls eine interessante Alternative vorgeschlagen: traditionelle Körbe aus Flachs. Für diese sogenannten Kete wird das Gewächs zunächst abgekocht, aufgeweicht und anschließend zu Körben geflochten. Sie haben eine besondere Bedeutung für Māori und wurden lange vor der Erfindung von Plastik verwendet. Eine Raeward Fresh Filiale in Christchurch startete bereits ein Pilotprojekt, bei dem Kete innerhalb des Marktes für loses Obst und Gemüse genutzt werden können. Viele Kunden sind begeistert von der Idee, ein modernes Problem mit solch einem traditionellen Material zu lösen.

Autorin: Jana Tillner

 

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