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Über hunderte Millionen von Jahren entwickelte sich Neuseelands Ökosystem isoliert. Selbst kleine Veränderungen können eine dauerhafte Auswirkung auf die lokale Biodiversität haben, weswegen die nationale Naturschutzbehörde seit dem ersten Fund von Myrtenrost in Neuseeland im Jahr 2017 jeden Fall sorgsam überwacht. Myrtenrost ist eine Pilzkrankheit, die verschiedene Pflanzen angreift, beispielsweise die ikonischen Pōhutukawa und Mānuka Bäume. Er befällt zunächst weiche, aktiv wachsende Blätter, Triebspitzen und junge Stängel und breitet sich von dort aus. Er kann zu einer Deformation der Blätter und Triebe, zum Absterben der Äste und sogar zum Tod der Pflanze führen, wenn die Infektion schwerwiegend ist. Myrtenrostsporen sind mikroskopisch klein und können sich durch leicht über große Entfernungen ausbreiten. Die Pilzkrankheit wurde wahrscheinlich durch Wind aus Australien oder Neukaledonien nach Neuseeland getragen. Sporen können auch auf kontaminierten Kleidungsstücken, Insekten, Regenspritzern und Geräten transportiert werden. Symptome infizierter Pflanzen sind oft hellgelbe, pulverige Flecken auf der Blattunterseite. Der Pilz kann saisonal bedingt allerdings auch anders aussehen, beispielsweise zeigt er sich in den kühleren Monaten durch graue, pulvrige Flecken in den kühleren Monaten.

Nach einem erheblichen Anstieg an Myrtenrostbefunden in der Bay of Plenty Anfang diesen Jahres haben Biosecurity New Zealand und das Department of Conservation nun Online-Kurse entwickelt, um Leuten bei der Erkennung von Myrtenrost zu unterstützen. Beim Verdacht auf einen Befall soll die infizierte Pflanze fotografiert und gemeldet werden. Die Kurse stehen allen zur Verfügung und zeigen, wie sich Myrtenrost ausbreitet, was zu tun ist, wenn er gefunden wird und klimatische Faktoren, die ihn beeinflussen. Die Mithilfe der Öffentlichkeit ist wichtig für das Forschungsprogramm und somit die Kontrolle von dem aggressiven Pilz. So kann dazu beigetragen werden, dass Neuseelands sensibles Ökosystem langfristig erhalten bleibt.

Autorin: Jana Tillner

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