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Kiwis

Im Gegensatz zu vielen anderen Bezeichnungen für eine Landesbevölkerung hat das Wort Kiwi als Synonym für einen Neuseeländer oder eine Neuseeländerin keine abfällige Konnotation. Die Menschen in Neuseeland bezeichnen sich selbst mit Stolz als Kiwis und das Wort wird auch im seriösen Kontext verwendet, beispielsweise ist der KiwiSaver die nationale Altersvorsorge. Aus diesem Grund fühlte sich die muslimische Gemeinde in Northland geehrt, als sechs Kiwi-Vögel, die kürzlich in ein Naturreservat in Whangārei freigesetzt wurden, nach den jüngsten Opfern des Terroranschlags in Christchurch benannt wurden.

Die Nationale Naturschutzbehörde DOC ist bemüht die wildlebende Population der bedrohten Vögel wiederherzustellen und ihre genetische Vielfalt zu verbessern. Zu diesem Zweck werden Küken in Gefangenschaft gezüchtet und dann freigelassen, sobald sie alt genug sind. In Absprache mit der Gemeinde, ob die Idee als respektvoll verstanden wird, benannte das zuständige Team sechs der Vögel nach den Menschen im Alter von 3 bis 25 Jahren, die am 15. März in Christchurch ihr Leben verloren. Mitglieder der muslimischen Gemeinde nahmen an dem Tag teil und Imam Suhil Musa segnete die Vögel, bevor sie in den Wald freigesetzt wurden. Durch die Aktion soll symbolisch gezeigt werden, dass die Verstorbenen Kiwis waren und ihre Namen werden nun als Kiwis weiterleben. Der Schmerz, der durch die entsetzlichen Ereignisse in Christchurch entstanden ist, wird noch eine lange Zeit im Land zu spüren sein, aber mit ihm auch das Gefühl von Verbundenheit zwischen Kiwis egal welcher Herkunft.

Autorin: Jana Tillner

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