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Unterwasserblasen sprudeln weiterhin
Im November letzten Jahres hatten wir kurz ein neues Phänomen in Kaikoura erwähnt: Gasblasen, die seit dem Erdbeben vor der Küste Kaikouras zu beobachten sind. Sechs Monate später sprudelt es noch immer, auch wenn nicht mehr so heftig. Inzwischen glauben einige Wissenschaftler, mehr über die Herkunft dieser Gasblasen zu wissen: nicht aus einer Quelle, sondern aus zwei verschiedenen.
Geologie in Echtzeit
So katastrophal auch ein Erdbeben ist, ist es eine wahre Fundgrube für Geologen und andere Naturwissenschaftler. So haben zwei Geologen der Universität von Canterbury diese Gasblasen zum Anlass genommen, deren Kohlenstoffanteile genauer zu untersuchen. Und zwar haben sie die Konzentration von Carbon 12 und 13 verglichen. Das jeweilige Mengenverhältnis gibt Aufschluss auf die Tiefe, aus der die Blasen stammen. Die Untersuchungen haben interessanterweise ergeben, dass die Blasen aus zwei verschiedenen Quellen aus unterschiedlichen Tiefen kommen. Um ganz ehrlich zu sein, die Erklärungen gingen ein bisschen über mein Allgemeinwissen – und verständnis hinaus, mir genügt es, dass sie der Meinung sind, die eine Quelle ist irgendwo zehntausende Kilometer unter dem Meeresboden, während die zweite ‘nur’ 2-3 Kilometer tief ist.
Geo-Tourismus
Auch wenn diese wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht unbedingt von Bedeutung für die einheimische Bevölkerung sind, so ist es doch für den kleinen Geo-Tourismus der sich dort nun entfaltet wichtig ein paar technische und wissenschaftliche Hintergründe zu dem Phänomen bieten zu können. So hoffen die beiden Geologen, sowohl für ihre weiteren Studien als auch für das sich weiterhin abmühende Kaikoura, dass die Blasen weiterhin aufwärts steigen.
Autorin: Petra Alsbach-Stevens
 
 

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