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Weihnachtliche Klassiker
Bald ist es wieder soweit und die weihnachtliche Menuplanung ist in vollem Gange. So wie in Deutschland, hat auch hier jede Familie so ihre Klassiker, die jedes Jahr auf der Weihnachtstafel zu finden sind.ham-with-mustard-cream-coles
In unserer Familie gibt es jedes Jahr einen Kochschinken, mit Nelken gespiekt und mit Bier begossen während des Erhitzen. Die Beilagen variieren nach Lust und Laune, in der Regel sind aber Röstkartoffeln auch dabei. Und den Schlusspunkt macht ein Englischer “bread& butter pudding”, wonach wir uns nur noch vom Tisch zur Couch rollen. In der Regel ist noch nicht mal ein Verdauungsspaziergang möglich.
Für andere Kiwis ist eine ‘trifle’ der traditionelle Nachtisch; sehr pflegeleicht, deshalb ein beliebter Bestandteil der Grillfeiern am Strand. Gerade die Trifle hat im Laufe der letzten Jahrzehnte eine einschneidende Entwicklung mitgemacht: das Originalrezept im Edmonds Kochbuch benutzt noch eine Dose Obstsalat, inzwischen macht jeder berühmte Koch (Fernsehen und Bücher) so seine eigene Version mit exotischen Früchten und Zutaten! rhubarb-and-berry-mascarpone-trifle-18874_lFür die Hausköche dagegen sind einzig und allein die Familienvorlieben ausschlaggebend bei der Auswahl der Zutaten.
Das Grundrezept für diesen Nachtisch im Lasagne Stil besteht aus einer Lage Biskuitkuchen, in Alkohol getränkt  – wenn nur für eine Erwachsenenrunde gedacht, eine Lage ‘custard’, eine Lage Obst und mit einer Lage Schlagsahne vollendet. Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, fertig für den Strand. Die kinderfreundliche Variante benutzt Marmelade oder verdünnte Götterspeise statt Alkohol, um den Biskuitteig ein bisscher saftiger zu machen.
Heute möchte ich unseren Lieblingsnachtisch im Detail erläutern:
Chocolate Bread and Butter Pudding
nach Delia Smith aus ihrem Winter Kochbuch.
Für 6 Personen
Zutaten:
Eine Glas- oder Porzellanbackform ca. 4-5l Volumen
 
1 ½ Laib dick geschnittenes weisses Toastbrot
300g   75% Zartbitterschokolade
800ml Schlagsahne
8 Esslöffel Rum
220g Zucker
150g Butter
Zimt und Vanille nach Geschmack: ich nehme 1 Teelöffel Zimt und 2 Teelöffel echte Vanilleessenz
6 Eier
winter-chocolate-bread-and-butter-puddingMethode:
In einem Topf über einem Wasserbad (oder in der Mikrowelle) die Schokolade, Sahne, Zucker und Butter langsam erhitzen und verschmelzen lassen.
In der Zwischenzeit das Brot vorbereiten: die Kruste abschneiden (unsere Hühner freuen sich besonders über diese Reste!) und in Dreiecke halbieren oder vierteln (hängt von der Grösse der Backform ab, die Brotstücke werden geschichtet und sollten möglichst nahtlos die Form ausfüllen können)
Wenn die Schokoladenmasse gut vermischt ist, runternehmen und abkühlen lassen. Wenn man sich nicht mehr die Finger oder Lippen verbrennt die verquirlten Eier zügig untermischen. Je kühler die Schokomasse, desto sicherer werden die Eier NICHT gerinnen.
Zusammenstellung:
Den Boden der Form mit einer dünnen Lage der Schokomasse bedecken, dann eine Lage Brotscheiben schuppenartig darüber arrangieren und feste in die Schokomasse drücken. Dann wieder eine Lage Schokomasse und die Brotscheiben in die Masse drücken, bis sie unter der Masse sind. Ich benutze dazu einen Pfannenwender, um die Finger relativ sauber zu halten. Dies wiederholen, bis die letzte Lage grosszügig mit der Schokomasse bedeckt ist. Dann mit Alufolie bedecken und für einen Tag (kann auch bis zu 3 Tage vorher bereitet werden) im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag, wenn der Braten auf den Tisch kommt, kommt die Puddingform in den Ofen und wird während des Mahls auf kleiner Hitze vorgewärmt. Wenn wir bereit sind für den Nachtisch, drehe ich den Ofen nochmal hoch, auf 200C um die Oberfläche kurz knusprig zu backen.
Serviert wird es dann mit Vanilleeis und Jogurt, starkem Kaffee oder Tee und vielleicht einem Verdauungsschnaps hinterher!
 
Guten Appetit!
Autorin: Petra Alsbach-Stevens
 

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