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Kuschelige Teddybären der Vogelwelt
Kakapo chicksNeuseelands Vogelwelt ist berühmt für die grosse Anzahl an Kuriositäten und die enormen Bemühungen, diese zu erhalten. Diese Woche machten wieder einige Schlagzeilen, mit den Nachrichten, dass fünf per Hand aufgezogene Kakapos nun nach Anchor Island geflogen werden, wo sie nach einer Eingewöhnungsphase freigesetzt werden sollen. Dieses Jahr war die erfolgreichste Brutsaison, auch wenn einige der Küken von Freiwilligen betreut werden mussten und die Betreuer hoffen, dass sie sich erfolgreich auf den geschützten Inseln einleben und von alleine vermehren werden.
Anchor Island
pest-map-580Anchor Island im Süden der Sudinsel, in Fjordland gelegen, ist eine der wenigen Inseln, die inzwischen komplett schädlingsfrei sind und die besten Voraussetzungen dafür bieten. Auf Anchor Island sind nicht nur die Schädlinge verschwunden, die Nahrungsquellen für die Kakapos sind auch zahlreicher, da es nicht nur einen ausgedehnten Rimuwald hat, sondern auch einen etablierten Südbuchenwald. Diese beiden Arten, mit ihren alternierenden Fruchtzyklen, können ein beständigeres Nahrungsangebot garantieren und damit die extremen Fortpflanzungsbemühungen der Kakapos unterstützen.
Kakapo – Eulenpapagei
Diese anmutigen Papageien können bis zu 100 Jahre alt, was angesichts ihrer Fortpflanzungsweise gut ist. Sie fangen erst mit 5 – 10 Jahren an zu brüten, legen in der Regel nur 1-4 Eier und das auch nur alle 3-5 Jahre, synchron mit dem Fruchtzyklus der Rimu Harzeiben und Schein – oder auch Südbuchen. feedingDementsprechend ist der Bestand extrem anfällig für Umweltkatastrophen wie Dürren oder Schädlingsplagen wie Ratten, Mäuse und anderen. Die Bemühungen der einheimischen Helfer werden unterstützt einerseits durch Spenden aus der Industrie zur Finanzierung eines Genomprojekts (um optimale genetische Paarungen zu erreichen) und andererseits durch Publikationen, die die fotogenen Tiere konstant im Bewusstsein der Öffentlichkeit halten. Und so werden wir Euch auch weiterhin auf dem Laufenden halten können.
Autorin: Petra Alsbach-Stevens
 

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