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Pullover statt Sonnencreme
Es ist schon merkwürdig wie schnell sich die Jahreszeiten ändern: vorige Woche noch einen Sonnenbrand am Nacken kassiert und heute sind wir ernsthaft am überlegen, ob wir den Ofen anfeuern sollen! Offiziell hat der Herbst am ersten März angefangen und da viele Regionen unter der diesjährigen Duerre gelitten haben, hoffen wir, dass der Herbst viel Regen und auch was Sonne noch bringt, so dass die Landschaft sich was erholen und regenerieren kann.
Herzhafte Küche statt Grillen
Crock_pot_partsMit dem Wetterwechsel geht auch eine Veränderung der Kochgewohnheiten einher: statt schnell ein paar Stücke Fleisch oder Fisch auf dem Grill anzubraten, wird der ‘crockpot’ wieder aus dem Schrank geholt und mit herzhaften Fleischstücken und herbstlichen Gemüsesorten gefüllt. Der crockpot – mein Lexikon gibt die Übersetzung Schongarer an – ist ein klassisches Bestandteil der Kiwi Küche. Wer ihn nicht zur Einweihung der ersten Wohnung bekommen hat, kann spätestens  zur Hochzeit damit rechnen! Und die Dinger sind sooo praktisch. Wir (Petra) haben einen Holzofen als Heizung und benutzen diesen auch zum Kochen und Backen über Winter. Aber, nicht jeder kann dies tun und gerade in der Übergangszeit wo der Ofen nicht ständig an ist, benutzen auch wir unseren crockpot oft.  Diese Art zu Kochen  ermöglicht es billige und geschmackvolle Fleischstücke in eine gesunde und herzhafte Mahlzeit zu verwandeln. Zu einem Bruchteil der Stromkosten als wenn man den Backofen verwenden würde.
Sonntagsbraten in der Wairarapa
KarnickeleintopfDieses Wochenende gibt’s bei uns Karnickeleintopf. Ein ganzes Karnickel, zerlegt, so dass er in den Topf passt auf einem Bett von grobgeschnittenen Zwiebeln, Karotten, zwei Dosen geschälte Tomaten und viel Thymian, Oregano, Rosmarin und schwarzen Pfeffer. Unsere Familie mag es würzig, deshalb benutzen wir Kräuter gerne grosszügig. Dann mit Wasser auffüllen, bis das Fleisch gerade abgedeckt ist. Wer will kann auch Gemüse- oder Hühnerbrühe benutzen. Und dann langsam köcheln lassen, bis dass Fleisch von den Knochen fällt. Ich koche in der Regel für 24 -36 Stunden auf der niedrigsten Stufe, aber auf höherer Stufe kann dies auch schneller gehen. HerbstgemueseWenn alles im Topf ist ‘vergesse’ ich es erstmal für einen halben Tag, drehe das Fleisch paarmal herum und am nächsten Morgen mache ich mich dann an die Fertigstellung. Fleischstücke herausnehmen und die Knochen raussortieren. Die grobstückige Sosse feinpürieren und durch ein Sieb schicken, um sicherzustellen dass alle Knochen entfernt sind. Dann Fleisch, Sosse und die gewünschten Gemüsesorten grobgeschnitten zurück in den Pott und für ein paar Stunden fertig garen lassen. Mein Mann ist nicht sonderlich begeistert von den einheimischen Süsskartoffeln, deshalb wird es bei uns Karotten und Lauch dazu geben, zusammen mit Kartoffelpuree oder Knödel. Sollte ich noch ein Paket Knödelpulver in der Speisekammer finden! Ein Glass Rotwein dazu und es ist ein wahres Sonntagsessen!
Beim Schreiben des Vorgangs läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen, ich hoffe es inspiriert Euch etwas Ähnliches auszuprobieren.
Autorin: Petra Alsbach-Stevens
 
 
 

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