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Unsanfte Erinnerung
Chch valentines quakeUnterwegs am Valentinstag war für die meisten Leute die einzige Frage, wo man noch einen Sitzplatz ergattern konnte um einen Kaffee und das gute Wetter zu geniessen. Und dann kam die unangenehme Mahnung, dass die Canterbury Region nun schon seit fast sechs Jahren von heftigen Erdbeben geschüttelt wird.
Am 4. September 2010 ereignete sich ein 7.1 Erdbeben in Darfield, welches trotz seiner Stärke – aufgrund seiner Lokalisierung – nur geringen Schaden anrichtete und ‘nur’ 2 Menschenleben kostete. Die neuseeländische Behörde Geonet hatte daraufhin zahlreiche Berechnungen angestellt und Prognosen für weitere starke Beben berechnet.
Trotzdem konnte das katastrophale Beben – 6.3 Stärke – am 22. Februar 2011 nicht vorhergesagt werden und diesmal kamen die Region und die Menschen nicht so gimpflich davon. Der Verlust von 185 Menschenleben und das Ausmass der Zerstörung haben das Christchurch Beben zum zweit Schlimmsten in Neuseelands Geschichte gemacht.
Und nun – die Vorbereitungen für die Gedenkfeier zum 22. Februar waren schon am Laufen – hat es wieder heftig gerummelt. Anfänglich als 5.9, dann zurückgestuft auf 5.7, war das Epizentrum dieses Bebens kurz vor der Küste von Christchurch gelegen und hat zum Glück nicht soviel Schaden anrichten können. Es gab natürlich wieder zahlreiche Risse in Häuser und Strassen, aber das grösste Problem ist weiterhin die Bodenverflüssigung in den küstennäheren Gebieten der Stadt.
Chch valentine clean upDieses Beben hat auch gezeigt, dass die konstanten Warnungen, Vorbereitungen und Verstärkungen erstens nicht umsonst waren und zweitens effektiv. Die Medien berichten hauptsächlich von den kleinen Ärgenissen mit denen man sich jetzt wieder auseinandersetzen muss und wie beeindruckt die ausländischen Touristen von der Ruhe und Effizienz der Einheimischen sind.
Für die meisten Cantabrians ist es zwar nicht ein alltägliches Vorkommnis, aber mit ihrer klassischen Sturheit und der ‘stiff upper lip’ machen sie sich wieder ans Saubermachen ran und versuchen wieder im Alltag anzukommen.
Anschliessend zwei Videos: das Erste zeigt wie eine Klippe während des Bebens runterkommt und das Zweite ist mit einer Drohne aufgenommen über dieser Klippe und zeigt mal wieder äusserst anschaulich wie das so ist mit einer Naturgewalt zu leben.

 

 
PS: für die Naturwissenschaftler unter unseren Lesern, kann ich nur empfehlen die Nachrichten auf der Geonet Seite zu lesen. Viel Informationen, nicht nur zu Erdbeben, in einem relativ leicht verständlichen Englisch geschrieben. Diese Link führt zu den Canterbury Beben speziell. Bitte meldet Euch, sollte etwas nicht verständlich sein.
 
Autorin: Petra Alsbach-Stevens
 
 
 

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