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Neuseeland bricht alle Rekorde

Während man auf dem Festland Neuseelands keine besonders außergewöhnlichen Säugetiere findet, tummeln sich in den Gewässern um den Inselstaat einzigartige und besondere Meeressäuger wie die Hector-Delfine.  Mit einer durchschnittlichen Länge von nur 1,5 Meter ist der niedliche Delfin die weltweit kleinste Art in der Gattung der Wale. Der kurze aber kräftige Delfin wiegt etwa 35 bis 60 Kilogramm und hat eine Lebenserwartung von etwa 20 Jahren. Besondere Merkmale sind seine charakteristische „Stubsnase“, die im Gegensatz zum Tümmler sehr kurze Schnauze und seine abgerundete schwarze Rückenflosse.

Die glatte Haut der Hector Delfine schillert in Grauabstufungen unter der Wasseroberfläche des Meeres hervor. Sein Bauch hingegen ist strahlend weiß und seine Stirn, die Spitze seiner kurzen Schnauze, Stellen zwischen Augen und Brustflossen besitzen eine dunkelgraue bis schwarze Zeichnung, die sanft in die graue Grundfärbung verläuft.

Der kleine Delfin ist sehr verspielt und liebt es, auf Wellen zu reiten, mit Algen zu spielen, oder sogar weitspritzende „Wasserbomben“ zu erzeugen, indem das aktive Tier bei seinen zahlreichen Sprüngen hin und wieder auf der Seite landet, anstatt elegant in eine Welle abzutauchen. Fast jeder der schon einmal um Akaroa auf der Südinsel in einem Boot unterwegs war, hat die Hectors in der Bugwelle des Schiffes mitschwimmen sehen.

Der soziale Meeressäuger lebt in kleinen Schulen mit zwei bis acht Artgenossen zusammen und ausschließlich in den Gewässern östlich und westlich der Südinsel Neuseelands. Nachdem in den 1970er Jahren die Kiemen- und Schleppnetzfischerei eingeführt wurde, ertrinken seither unzählige Tiere in den Netzen als Beifang und die Population der Hector-Delfine sank von knapp 30.000 auf weniger als 8.000 Exemplare im Jahr 2011. An der Westküste der Nordinsel lebt eine Unterart der Hectors, von der es vermutlich nur noch weniger als 100 Tiere gibt, der stark bedrohte Maui-Delfin.

Um ein Aussterben des seltensten Meeresdelfins der Welt zu verhindern, müsste die private und vor allem die industrielle Fischerei in den Verbreitungsregionen stärker eingeschränkt werden. Bisher wurde aber lediglich die Küstenregion der Banks- Peninsula zum Schutzgebiet der Hector-Delfine erklärt, indem hier die Fischerei verboten wurde.

Ausgehend von dem Städtchen Akaroa auf der malerischen Halbinsel kann man auch gezielte Bootstouren unternehmen, auf denen man nicht nur Pinguine, Delfine und Robben entdecken kann, sondern sogar mit den gefährdeten Delfinen schwimmen kann. Für viele Neuseeland-Reisende zählt das Delfinschwimmen mit den neugierigen, verspielten und geselligen Meeresbewohnern zu den eindrucksvollsten Erlebnissen – nicht nur  ihres Neuseelands-Aufenthaltes, sondern ihres Lebens. Aber Vorsicht! Das Anfassen der Tiere ist strengstens verboten, denn ihre sensible Haut könnte mit Bakterien infiziert werden, welche den niedlichen Meeressäuger krank machen.

Beobachten kann man die Delfine aber gelegentlich auch vom Strand aus, wenn sie ganz in Ufernähe auf der Suche nach Nahrung in den Wellen auf und ab schwimmen. Es kommt immer wieder auf unseren Touren vor, dass wir Hector Delphine beobachten können, sei es in den Catlins auf unsere ‚Schätze des Südens’ Reise, an der Westküste bei Haast (bei fast alle unsere Touren), oder bei den Moeraki Bouldern auf der ‚Naturwunder Reise’.

hector

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