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Wilde Kolonien an Neuseelands endlosen Felsküsten

Seelöwen, Seebären, Elefantenrobben und Seeleoparden tummeln sich an vielen felsigen Küstenabschnitten Neuseelands. Am häufigsten trifft man auf neuseeländische Pelzrobben von denen etwa 60.000 Exemplare um die neuseeländischen Gewässer leben.

Die putzigen Meeressäuger werden auch Ohrenrobben genannt, weil sie kleine Ohrenausgänge an den Seiten des Kopfes haben. Sie lieben es, nach ihren Beutezügen auf warmen Felsen und Steinen ein ausgiebiges Sonnenbad zu nehmen. Schläfrig robben sie zu ihrem Schlummerplatz und aalen sich dann gähnend auf dem Gestein. Der durchdringende Fischgeruch des nassen Fells wird mit der Gischt der Meeresbrise an Land getragen. Wenn die bis zu 70 Kilogramm schweren Kühe und knapp 180 Kilogramm schweren Bullen geschickt mit den Wellen auf die Felsen springen und an den Strand gerobbt kommen, ist ihr Fell noch glatt und schwarz, hebt sich deutlich von der Umgebung ab. Ist es jedoch nach kurzer Zeit in der Sonne getrocknet, sieht es graubraun und flauschig-weich aus, so dass die Robben zwischen den Steinen kaum zu erkennen sind. Während man bei genauem Hinsehen die Umrisse der geselligen Tiere schon von weitem auf den Felsen erspähen kann , passiert es so manchem Touristen, dass er die 1,20 bis 1,60 Meter großen abseits liegenden Pelztiere direkt neben sich völlig übersieht. Die Felsen ringsherum scheinen auf einmal lebendig zu werden.

Das wunderbare an Neuseeland ist, dass man die Tiere hier tatsächlich ohne Eintrittsgeld und betonierte Becken in freier Wildbahn beobachten kann. Und das nicht nur an einer einzigen Küste. Robbenkolonien gibt es an zahlreichen Stellen der Nord- und Südinsel. Selbst in der Nähe der neuseeländischen Großstädte haben sich wilde Robbenkolonien etabliert, die auf einem Tagesausflug erkundbar sind. Doch auch wenn die niedlichen Säuger sehr zutraulich erscheinen, sind es dennoch wildlebende Tiere, die besonders, wenn sie Junge haben, schmerzhaft zubeißen können. Der Biss einer Robbe ist stärker, als der eines Hundes. Deshalb sollte man sich stets in einem sicheren Abstand von etwa zehn Metern zu den Tieren bewegen, um diese und sich selbst zu schützen.

Ab dem fünften Lebensjahr gebären neuseeländische Seebären, die bis zu 17 Jahre alt werden können, jedes Jahr ein Junges. Je nach Jahreszeit kann man das Heulen der schutzlosen Jungtiere an den Stränden hören, die nach ihren Eltern rufen. Der Kampf von zwei Männchen ist lautstark und imposant. Natürliche Feinde der Pelzrobben sind der Seeleopard und Killerwale. An Land hingegen, wo sie sich schwerfällig und träge bewegen, haben die Wasser-Raubtiere keine natürlichen Feinde. Während der Brutsaison sollte man jedoch seine Hunde am Strand anleinen. Immer wieder kommt es zu Übergriffen von Haushunden an schutzlosen Jungtieren.

Von Land aus kann man die behäbig wirkenden Pelztiere in großen Kolonien beobachten, im Abel Tasman Nationalpark können die Seehunde am besten vom Kajak aus beobachtet werden. Hin und wieder berichten Sportler sogar von Jungtieren, die über und auf ihr Kajak springen. In Kaikoura, Akaroa und in den Catlins ist es sogar möglich, mit den flinken Meerestieren zu schwimmen. Hier werden gezielt „swim the the seals- Touren“ angeboten. Neuseeländische Pelzrobben sind unter den Seehunden die Könige der Taucher. Auf ihren Beutezügen erreichen die verspielten Wasserakrobaten Tiefen von bis zu 230 Metern.

Auch auf vielen unserer Sidetracks Touren sehen wir neuseeländische Pelzrobben. Dabei entstanden beispielsweise die Bilder, die Ihr hier sehen könnt!

robbe

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One Response to “Putzige Pelzrobben hautnah”

  1. […] wissen wir den Reichtum der Angebote zu schätzen und berichten gerne über Nationalparks und Flora & Fauna zu diesem Thema. Neben den „klassischen“ Aktivitäten wie Fischen, Kajaken, Segeln, Surfen und […]

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