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Neuseelands Kampf um seinen einzigartigen Kakapo

Kakapos sind flugunfähige sehr seltene Papageien, Eulenpapageien und es gibt sie nur in Neuseeland. Kakapos sind die größten Papageien im Tierreich und erreichen eine Höhe, ähnlich der eines Huhnes. Ihre Federn sind moosgrün und gehen zur Brust hin in einen weichen Gelbton über und gleichen von der Konsistenz und Zeichnung her dem weichen Kleid von Eulen. Ihr Aussehen ist jedoch ihre einzige Tarnung, weshalb die Zahl der außergewöhnlichen Vögel seit der Ankunft der Siedler Anfang des 19. Jahrhundert erschreckend abgenommen hat. Mit der Einschleppung von Ratten, Hermelinen, Possums und Wieseln, sind heute nur noch wenige Exemplare vorhanden und die Kakapos sind akut vom Aussterben bedroht.

Der seltene Vogel ist nicht nur der weltweit einzige flugunfähige Papagei, sondern auch der weltweit schwerste Papagei und kann mehr als vier Kilogramm wiegen. Ein besonderes Merkmal und einmalig unter den Papageien ist der aufblasbare Brust-Luftsack. Kakapos haben im Laufe der Evolution in Neuseeland ihre Fähigkeit, zu fliegen, verloren. Doch das Schwergewicht unter den Papageien ist dafür um so besser zu Fuß, kann in nur einer Nacht Entfernungen von mehreren Kilometern zurücklegen und ausgesprochen gut auf Bäume klettern.

Im Jahre 1986 gab es nur noch geschätzte 22 Exemplare des grün-gelblich-schillernden Papageis, woraufhin Experten die Regierung bewegten, das Etat für das Recovery Program zur Artenerhaltung zu erhöhen.

Doch schon Ende des 19. Jahrhundert, startete man immer wieder Rettungsversuche, den einzigartigen Papageien in Naturreservaten anzusiedeln und entsprechende Schutzräume für die seltene Art zu schaffen. 1989 hatte man den „Kakapo Recovery Plan“ ins Leben gerufen und seit 1992 zeigt der Kampf nun endlich erste Erfolge. Naturschützer können eine langsame Bestandserholung der Vogelart verzeichnen.

Kakapos sind nachtaktive Pflanzenfresser, ernähren sich hauptsächlich von Wurzeln, Blättern und Früchten. Die Hauptnahrung der seltenen Tiere ist jedoch die reife Frucht der neuseeländischen Rimu-Bäume. Doch selbst in einem der Feind-freien Naturschutzgebiete auf „Codfish Island“ gab es Jahre, in denen die Früchte so knapp geworden waren, dass das Überleben der Vögel dort extrem gefährdet war. Seit dieser Zeit begann man umzudenken und nach anderen Lösungen zu Suchen, die Vermehrung der Tiere noch gezielter in die Hand zunehmen. Das  neuseeländische „Kakapo Recovery Programm“ war geboren. Das Experten-Team nimmt nun Kakapo-Küken und Eier von den Naturreservaten auf den Inseln in eine Hand-Aufzucht-Station in die Nähe von Invercargill auf das Festland. So stellen sie sicher, dass fast die gesamte Nachzucht überlebt.

Nach der erfolgreichen Aufzucht und einer Akklimatisierungsphase können die gesunden und wohl genährten Jungtiere dann wieder erfolgreich auf ihrer Heimatinsel in die Freiheit entlassen werden.

Das Kakapo-Erhaltungsprogramm wurde vor mehr als 20 Jahren unterzeichnet und ist eines der längsten Umweltschutz-Gemeinschaftsprojekte des Department of Conversation, mit „Tinto Alcan NZ“, den „New Zealand Aluminium Smelters“ und der „New Zealand Royal Forest & Bird Protection Society“. Mit diesem grenzenlosen Einsatz konnte die gefährdete Kakapo-Population in den vergangenen zehn Jahren auf geschätzte 127 Vögel verdoppelt werden! Das ist ein langsamer aber stetiger Erfolg!

Es gibt auch ein wunderschönes Buch zu den Tieren unserer Erde, die vom Aussterben bedroht sind. Den Kakapos ist in „Die Letzten Ihrer Art“ sogar ein ganzes Kapitel gewidmet.

mm2_newhome

 

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