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Welche Jobs kann ich als Work & Travel Reisender machen?

„Ich komme ursprünglich aus Hamburg und bin 2008 mit dem Work & Travel Visum nach Neuseeland gereist – und geblieben!“, schreibt Meike auf ihrer Internetseite, auf der sie neben Erfahrungsberichten auch Tipps und Tricks für Backpacker gibt. Sogenannte „Work & Travel“-Visa können für Australien, Mexiko, USA, Kanada und auch für Neuseeland im Alter zwischen 18 und 30 Jahren beantragt werden. Bis zu zwölf Monate lang bietet ein solches Visum jungen Menschen die Möglichkeit, das wunderschöne Land am Ende der Welt intensiv zu entdecken. Gleichzeitig kann das Abenteuer durch Gelegenheitsjobs während der Reise finanziert werden. Ob als Gabelstapler- oder Traktorfahrer, Apfel- oder Kiwi-Pflücker, ob in einer Wäscherei, in einem Nationalpark, auf einem Weingut oder in einem Restaurant: in Neuseeland ist die Auswahl an Saisonarbeiten für die Aufbesserung der Reisekasse sehr vielfältig.

Es ist ein Trend unter den arbeitenden Reisenden und reisenden Arbeitern, einen Blog anzulegen, der ähnlich wie ein Reisetagebuch genutzt wird. In einem persönlichen Internet-Reiseblog wird das Abenteuer dokumentiert, mit Bildern untermalt, Gedanken aufgeschrieben und das Erlebte verarbeitet. Familie und Freunde in der Heimat können so die Geschehnisse am anderen Ende der Welt mitverfolgen. In den bunten Blogs wird aber auch über das lokale Arbeitsrecht informiert, Ratschläge zu Kofferpacklisten, Versicherungen und das „Wwoofing“ gegeben. Der abenteuerlich klingende Begriff „Wwoof“ ist eine Abkürzung und steht für „Willing Workers on Organic Farms“. Der Reisende auf Arbeitssuche hat hierbei die Möglichkeit, seine Arbeitskraft mit Kost und Logis vergüten zu lassen. Die Tätigkeiten variieren und beinhalten landwirtschaftliche ebenso wie häusliche Aufgaben. Unter den Begriff „Wwoofing“ fällt auch die Arbeit in Hotels und Hostels, wo Leistungen wie Betten machen, putzen oder an der Rezeption arbeiten, mit Unterkunft und Verpflegung vergütet werden. Der Aufenthalt bei einer Familie in einem wirtschaftlichen Betrieb oder auf einem Bauernhof ermöglicht es den jungen Reisenden nicht nur, Arbeitserfahrungen zu sammeln und die Englischkenntnisse zu erweitern, sondern vor allem Land und Leute in einer Art und Weise kennenzulernen, die vielen Touristen verborgen bleibt.

„Ich habe bei einer Familie in einer einsamen Bucht in den Marlborough Sounds ausgeholfen“, berichtet eine Wwooferin und schwärmt. „Ich wurde von einem Wassertaxi von Havelock abgeholt und musste auf der Farm Kinder hüten, den Rasen mähen und Wäsche aufhängen. Ich war Teil der Familie und habe so das neuseeländische Leben in der Abgeschiedenheit und Einsamkeit der Sounds kennengelernt. Es war fantastisch.“

Neben den begehrten Traumjobs, wie beispielsweise als Teammitglied der Segelregatta zum Delfinbeobachten in Akaroa, darf man jedoch auch jeden anderen Job annehmen. Ob in der IT-Branche, im Café als Barrista, als Automechaniker, Volontär für das Departement of Conservation oder im Marketingbereich. Viele jungen Leute nehmen heute das Work & Holiday Visum tatsächlich als Joker wahr, um schon einmal einen festen Job in ihrem Beruf zu finden, und später nach Neuseeland einzuwandern.

 

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