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In Neuseeland ist der Internetzugang generell etwas teurer als in Deutschland. Wer in seiner Unterkunft surfen möchte, sollte wissen, dass die Gebühren nach dem Nutzungsvolumen, also der verbrauchten Datenmenge berechnet werden. Der „Trip Advisor“ untersuchte 2011 in einer gezielten Umfrage, wie wichtig für Reisende die kostenlose Nutzung von W-Lan in einer Unterkunft sei. Dabei gaben 85% der Befragten an, dass für sie ein kostenfreier kabelloser Internetzugang die wichtigste Zusatzleistung eines Hotels sei. So würde die Berechnung von Internetgebühren zu Lasten des Gastes gar als Geschäftemacherei empfunden. 88% erwarten einen kostenfreien Internetzugang mit W-Lan und 41% haben noch nie Gebühren bezahlt. 65% bevorzugten die gebührenfreie Nutzung des W-Lans in öffentlichen Aufenthaltsräumen, um der Gebührenerhebung in den privaten Räumlichkeiten zu entgehen.

Tatsächlich würden sich viele Reisende eher für eine vergleichsweise teurere Unterkunft entscheiden, um anfallende Gebühren für die Internetnutzung zu vermeiden. Dabei wird der Internetzugang nicht für das exzessive Herunterladen von Daten genutzt, sondern um Emails abzurufen, Buchungen zu tätigen und Informationen über die Umgebung und das Wetter zu erhalten. Hierzu werden nur sehr geringen Datenmenge benötigt.

Wir von Sidetracks suchen dennoch unsere Unterkünfte lieber nach anderen Kriterien aus, wie beispielsweise besonders un-touristisch, idyllisch oder weil man dort besonders gut mit den Einheimischen in Kontakt kommen kann. Aber auch unsere Teilnehmer müssen deshalb nicht auf Internet verzichten. In den meisten Unterkünften, einschließlich der Campingplätze die wir benutzen, findet  man so genannte Internetkioske, an denen man für $2 etwa 15 oder 30 Minuten Internetzugang kaufen kann.

Auch haben sich Internetcafés und Bars mit kostenpflichtigem Zugang überall im Land etabliert. Unser Tipp: Wer mit einem Smart-Phone oder iPad unterwegs ist, kann auch die W-Lan Spots in den Innenstädten der großen Citys Neuseelands nutzen. Ein guter Tipp für alle Internetnutzer sind übrigens auch die öffentlichen Bibliotheken. In fast allen Libraries der größeren Orte gibt es unbegrenzten kostenfreien Internetzugang.

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No Responses to “W-Lan in Neuseeland”

  1. Jenny sagt:

    Dem sollte man aber hinzufügen, dass der kostenlose öffentliche Internet-Zugang in Bibliotheken ein sehr, sehr langsamer ist – das Abschicken einer E-Mail mit einem Foto-Anhang kann da schon eine halbe Stunde dauern. Nicht eben das, was man als Europäer gewohnt ist, und einer der wenigen Kritikpunkte, die man Neuseeland als Urlaubsdestination vorwerfen kann (in Asien gibt es zum Beispiel kostenloses WLAN wirklich überall, sogar im kommunistischen Vietnam!).
    Übrigens: Will man auf Campingplätzen in Neuseeland regelmäßig online gehen, lohnt sich das Anlegen eines Kontos beim jeweiligen Internet-Anbieter, meist ist das Zenbu oder IAC. Wie das genau geht, habe ich in einem Blog-Post beschrieben, weil uns das Thema auf unserer NZ-Reise häufig beschäftigt hat 😉
    http://www.weltwunderer.de/internet-access-unterwegs-camping-online/

  2. Hallo Jenny, vielen Dank für Deine interessante Ergänzung! Um Neuseeland ein klein wenig für die Langsamkeit der Internetverbindung zu verteidigen: das gesamte Land wird nur von einer „dicken Unterwasserleitung“ gespeist. Das heisst ein gesamtes Land, wenn auch nur gut 4 Millionen Einwohner, hängt an einem Kabel. Daher ist hier selbst das Superspeed-Internet für alle Europäer im Vergleich eben langsam. Dazu kommt natürlich, dass einige einfache Internetcafes erst von Dial-Up auf Broadband umstellen. Aber wer kommt schon nach Neuseeland, um im Internet zu surfen – hier surft man besser in den Wellen am einsamen Strand und freut sich über die Abgeschiedenheit… 🙂

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